Unterrichtsmaterial zu "sexueller Vielfalt"

Sozialministerin lässt "Methodenschatz" vom IQSH überprüfen

Möchte mit einem vom IQSH freigegebenen "Methodenschatz" in die öffentliche Diskussion gehen: Sozialministerin Alheit (Foto: picture-alliance/ dpa)

Kiel, 12. Juni 2015    Das Unterrichtsmaterial, mit dem Sozialministerin Alheit (SPD) bei den Grundschülern des Landes Vorbehalte gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle abbauen möchte, liegt jetzt dem „Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein“ (IQSH) zur Begutachtung vor. Dies erklärte die Ministerin in der gestrigen Sozialausschuss-Sitzung. Das IQSH soll prüfen, ob das beim Lesben- und Schwulenverband in Auftrag gegebene Material für Grundschulen tatsächlich geeignet ist.

Eignung für Grundschüler fraglich

Zweifel an der Geeignetheit wurden durch die erste Fassung des Materials geweckt, die im November 2014 auf der Jahreskonferenz "Echte Vielfalt im Kieler Landtag öffentlich auslag und die im Januar 2015 durch Presseberichte einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde. In dieser Fassung mit dem Titel „Methodenschatz für Grundschulen zu Lebens- und Liebesweisen“ wurden sogenannte „Regenbogenfamilien“ nicht als Ausnahme, sondern als „Standard“ dargestellt. Die daran geäußerte Kritik führte dazu, dass der „Methodenschatz“ einer Überarbeitung unterzogen wurde.

Ministerin optimistisch

Dass die finale Fassung des „Methodenschatzes“ vom IQSH positiv bewertet werden wird, davon scheint die Ministerin überzeugt zu sein. Zum einen verwies sie auf die Fachkompetenz des Lesben- und Schwulenverbandes, „Dinge zu erarbeiten“; zum anderen müsse man sehen, ob das Material auch für Kitas geeignet sei. Insgesamt rechnet die Ministerin mit „einer baldigen Rückmeldung“ des IQSH.

Öffentliche Debatte angekündigt

Nach Abschluss der Begutachtung des Materials möchte die Ministerin „in die öffentliche Diskussion ... gehen". Die Veröffentlichung der ersten Fassung des Methodenschatzes habe „zur Unruhe geführt“. Hierdurch sei deutlich geworden, „welche hohe Sensibilität in dem Bereich vorhanden sei“.

Wann genau die Ministerin damit beginnen möchte, ihre Pläne zum Abbau von „Homophobie“ an Grundschulen und Kitas öffentlich zu diskutieren, lies sie offen. Wie sie darauf kommt, dass bei den drei- bis sechsjährigen Kindern (in Kitas) oder bei sechs- bis zehnjährigen Kindern (in Grundschulen) "Homophobie" existiert, ebenso.

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