Mission Statement

Der Verein „echte Toleranz e.V.“ setzt sich für den Schutz und die Förderung der Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt in Deutschland ein. Wir tun dies, weil die öffentliche Debatte in Deutschland zusehends davon geprägt ist, dass bestimmte Wertvorstellungen und Meinungen pauschal nicht mehr toleriert, sondern nur noch stigmatisiert  

werden – beispielsweise als „reaktionär“, „christlich-fundamentalistisch“ oder „homophob“. Wir halten diese Entwicklung für bedenklich. Denn unsere Verfassung gibt jedem Bürger das Recht, seine persönlichen Wertvorstellungen und Ansichten frei zu äußern und danach zu leben, soweit er nicht dadurch gegen Gesetze verstößt.

Können in der öffentlichen Debatte bestimmte Wertvorstellungen und Meinungen aber nicht mehr artikuliert werden, ohne damit einen medialen oder sozialen „Shitstorm“ auszulösen, gilt das Grundrecht der freien Meinungsäußerung faktisch nicht mehr für alle Bürger gleichermaßen. Mit dem Geist unserer Verfassung ist dies unvereinbar.

Was bedeutet „echte Toleranz“?

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Der Begriff „Toleranz“ stammt vom lateinischen Verb „tolerare“.

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"Tolerare“ bedeutet: „(er)dulden, ertragen“.

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Tolerant ist also ein Mensch, der ihm fremde Wertvorstellungen, Lebens-weisen und Meinungen anderer „duldet“ - was bedeutet: er lässt sie gelten, obwohl er sie nicht teilt.

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„Echt“ ist diese Toleranz, wenn sie nicht nur auf bestimmte Wertvorstellungen, Lebensweisen und Meinungen beschränkt ist.

WOFÜR WIR EINTRETEN

Meinungsfreiheit

Unsere Verfassung räumt jedem Bürger das Recht ein, seine persönlichen Wertvorstellungen und Ansichten frei zu äußern und nach diesen zu leben, solange er dadurch nicht gegen Gesetze verstößt.

Das bedeutet: Artikel 5 des Grundgesetzes schützt jede legale Meinung, egal wie "unangemessen", "falsch", "dumm", "abstoßend" oder „political incorrect“ sie in den Augen der anderen auch immer sein mag.

Für diese Meinungsfreiheit treten wir ein. Und damit für den Grundsatz, dass jede legale Wertvorstellung und Meinung zum demokratischen Meinungsspektrum gehört.

Meinungsvielfalt

Meinungsvielfalt ist die Basis jeder pluralistischen Gesellschaft: nur wenn alle legalen Wertvorstellungen und Meinungen tatsächlich frei geäußert und gelebt werden können, ist eine Gesellschaft wirklich pluralistisch.

Das Maß an gelebter Meinungsvielfalt ist damit ein wichtiger Gradmesser für die Freiheit in unserer Demokratie.

Alle Wertvorstellungen, Meinungen, Ideologien, Weltanschauungen, Religionen und Philosophien, die nicht gegen unsere Verfassung oder unsere Strafgesetze verstoßen, sollen deshalb in unserer Gesellschaft öffentlich geäußert und gelebt werden können. Dafür treten wir ein.

Demokratische Debattenkultur

Jede freiheitliche Demokratie lebt davon, dass die unterschiedlichen Meinungen, die es innerhalb der Gesellschaft zu politischen, religiösen und weltanschaulichen Fragen gibt, offen und öffentlich diskutiert werden.

Die wichtigste Plattform für diese öffentliche Debatte liefern die Medien. Nur über sie lassen sich die verschiedenen Auffassungen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und vor dieser kontrovers diskutieren.  

Die Medien tragen damit eine große Verantwortung: für den Meinungsbildungsprozess in unserer Gesellschaft und damit für unser demokratisches Gemeinwesen als solches. Deshalb treten wir dafür ein, dass die Medien - insbesondere die öffentlich-rechtlichen - allen legalen Meinungen in unserer Gesellschaft eine adäquate Plattform bieten, um so eine echte demokratische Debatte in unserem Land zu ermöglichen.

Individuelle Wertvorstellungen

Jeder Einzelne von uns hat seine ganz persönlichen Vorstellungen davon, was "richtig", "gut" und "schön" ist. Dies ist Ausdruck menschlicher Individualität.

Ausdruck größtmöglicher Freiheit ist, wenn der Staat die Individualität seiner Bürger nur insoweit einschränkt, wie dies zum Schutz der anderen Bürger, insbesondere ihrer Grundrechte, zwingend erforderlich ist.

Vor diesem Hintergrund treten wir dafür ein, dass in unserer Gesellschaft jeder Bürger alle Wertvorstellungen, Meinungen, Ideologien, Weltanschauungen, Religionen und Philosophien öffentlich äußern und danach leben kann, solange er dadurch nicht gegen unsere Verfassung oder gegen unsere Strafgesetze verstößt.

Toleranz-Prinzip

In Fragen von Weltanschauung, Religion und persönlicher Lebensführung haben die Bürger unserer Gesellschaft ganz unterschiedliche Vorstellungen. Diese Vielfalt der Überzeugungen ergibt sich aus der Individualität des Menschen.

Treffen unterschiedliche Wertvorstellungen und Meinungen aufeinander, so birgt dies Konfliktpotential. Um das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu erhalten, verpflichtet das verfassungsrechtliche „Toleranz-Prinzip“ deshalb jeden Bürger, alle legalen Wertvorstellungen und Meinungen, die nicht seine eigenen sind, zu tolerieren, das bedeutet: sie zu dulden und zu ertragen.

Wir identifizieren uns mit dem "Toleranz-Prinzip" und setzen uns deshalb dafür ein, dass es von jedermann beachtet wird:  vom Staat ebenso wie von seinen Bürgern.

Neutralitätsgebot

Der Staat darf sich nicht mit einer bestimmten Weltanschauung, Ideologie oder Religion identifizieren und deren Wertvorstellungen seinen Bürgern aufoktroyieren, das besagt das verfassungsrechtliche "Neutralitätsgebot".

Für den Unterricht an öffentlichen Schulen bedeutet das: der Staat darf den Schülern nicht bestimmte weltanschaulich-religiöse Wertvorstellungen vorgeben, und verlangen, dass sie diese akzeptieren, also gutheißen und für sich übernehmen.

Wir treten dafür ein, dass der Staat das „Neutralitätsgebot“ konsequent einhält, und alle Versuche unterlässt, seinen Bürgern bestimmte ideologische, weltanschauliche und/oder religiöse Wertvorstellungen aufzuoktroyieren.